WARUM WIR GESETZE LIEBEN
Hey Moyeesta,
Kennst du The Landlord's Game? Wahrscheinlich nicht. Aber ich bin sicher, dass du es gespielt hast. Elizabeth Magie erfand es Anfang des 20. Jahrhunderts, um zu zeigen, wie ungerecht eine Wirtschaft wird, wenn Eigentümer 'gewinnen', indem sie Mieter arm machen. Später wurde daraus Monopoly. Die Lektion verschwand, das Spiel blieb.
Adam Smith sprach einst von einer unsichtbaren Hand, die den Markt im Gleichgewicht hält. Schöne Idee. Aber diese Hand trägt inzwischen einen Zauberhandschuh. Sie spielt Tricks für einen immer kleineren Club von Unternehmen und Menschen.
Ich habe nichts gegen Kapitalismus, wirklich nicht. Lange hat er gehalten, was er versprach: eine bessere Zukunft für alle. Nur ist die Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten zu einer Partie Monopoly geworden, die du nicht mehr gewinnen kannst. Alle Hotels gehören schon jemand anderem.
Beim Kaffee siehst du das glasklar. Weltweit gibt es rund 12,5 Millionen Kaffeefarmen , und 95 % davon sind kleiner als fünf Hektar. Diese Bauern liefern an eine Handvoll großer Händler und Röster. Die Bauern werden ärmer, ein paar Unternehmen streichen den Gewinn ein. Das ist kein Markt. Das ist ein Spielbrett, auf dem die Würfel heimlich gezinkt sind, von ein paar Falschspielern. Du kennst mich: Ich nenne sie planetenplündernde Oligarchen.
Also ja, ein bisschen gegen meine eigene Natur fordere ich mit Moyee strengere Regeln. Klingt verrückt, oder? Ist aber ziemlich logisch. Denn solange Gutes tun freiwillig ist, gewinnt der Billigste. Ein Gesetz macht aus guten Vorsätzen eine Untergrenze für alle. Do-Goodnik-Unternehmen wie Moyee zeigen, dass es geht. Das Gesetz muss alle zwingen, so wie wir den Dreck aufzuräumen, statt ihn zu verursachen.
Seit dem 27. September 2026 gilt die europäische Richtlinie gegen Greenwashing, EmpCo. Zu wenig, zu spät? Finde ich schon. Aber besser als nichts. Und wie immer warten wir nicht, bis wir müssen: Wir testen die neuen Regeln sofort an uns selbst. Spoiler: Nicht alles hat den Test bestanden!
Nimm dir einen Mindful Moment und komm ein paar Minuten mit mir auf die Reise.
Kurz gesagt
- Seit dem 27. September 2026 verbietet die europäische Richtlinie EmpCo vage Umweltaussagen, Klimaaussagen auf Basis von Kompensation und selbst erfundene Nachhaltigkeitssiegel.
- Moyee ist für strengere Gesetze: Solange Gutes tun freiwillig ist, gewinnt der Billigste.
- Zusammen mit Clean Claims haben wir alle unsere Aussagen an den neuen Regeln gemessen. Nicht alles hat bestanden: "100% transparent & fair" kommt von der Packung.
- FairChain ist kein Siegel, sondern eine Open-Source-Arbeitsweise: Wertschöpfung im Ursprungsland, ein existenzsicherndes Einkommen für Bauern, CO₂ in der eigenen Lieferkette angehen.
- Unsere Zahlen, Zahlungen an Bauern und Berechnungen sind öffentlich auf unserem Impact-Dashboard.
DAS PROBLEM

Erst die gute Nachricht: Immer mehr Menschen wollen, dass sich etwas ändert. Eine wachsende Armee von Konsumenten fordert genau eins: Veränderung!
Hat BigCoffee also inzwischen brav eingelenkt? Von wegen. Das Coffee Barometer 2023 von Conservation International, Solidaridad und Ethos Agriculture hat es schwarz auf weiß festgehalten. Die größten Röster der Welt nennen sich Nachhaltigkeitsführer. Sie machen große Versprechen und sind bei jeder schönen Partnerschaft dabei. Aber auf dem Papier haben diese Versprechen nichts mit der Praxis zu tun: ein bisschen Wohltätigkeit, ein CSR-Projekt und ansonsten business as usual.
Ohne klare Strategie und harte Berichterstattung über Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Lieferanten und Kontrolle ändert sich in ihren Lieferketten nichts. Es ist also immer noch Story-Faking.
Und die Konsumenten? Sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Laut der Europäischen Kommissionsind 53 % der Umweltaussagen in der EU vage, irreführend oder unbegründet. Bei 40 % fehlt jeder Beleg. Es gibt rund 230 Nachhaltigkeitssiegel, und die Hälfte davon hat schwache oder gar keine Kontrolle. Und in den Niederlanden? Fast 60 % finden es schwer zu erkennen, was stimmt, und nur 12 % können verlässliche Aussagen erkennen (DPG Media und Panel Inzicht, 2024).
Das Vertrauen ist weg. 71 % der Niederländer glauben, dass Unternehmen regelmäßig Greenwashing betreiben, und 62 % finden, dass Unternehmen beweisen sollten, wie nachhaltig sie sind (Return on Content, MSI und &Gagement, 2023). Wir auch. Mehr noch: Das sagen wir schon seit 2012.
Quellen: Coffee Barometer 2023; Europäische Kommission, Green claims; DPG Media und Panel Inzicht, 2024; Return on Content, MSI und &Gagement, 2023; Fairtrade Risk Map, Kaffee.
DUE DILIGENCE

2023 schrieben wir in unserem Impact Report: "Gerücht in Brüssel: Die Sorgfaltspflicht der Geschäftsführung fliegt vielleicht aus der europäischen Lieferkettenrichtlinie. Streich Artikel 25 und die Bosse sind aus dem Schneider. Wir sagen: Gehe direkt ins Gefängnis!"
Rate mal. Das Gerücht stimmte. Die Richtlinie (CSDDD) kam im Mai 2024, ohne diese Sorgfaltspflicht. Und im Februar 2026 setzte Brüssel mit dem Omnibus-Paket noch einmal die Schere an. Die Richtlinie gilt jetzt nur noch für Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und 1,5 Milliarden Euro Umsatz, statt 1.000 und 450 Millionen Euro. Der verpflichtende Klimaplan ist gestrichen, die europäische Haftungsregelung auch. Und Unternehmen müssen erst ab Juli 2029 loslegen. Die Bosse haben ihre 'Du kommst aus dem Gefängnis frei'-Karte bekommen.
Und Den Haag? Dort lief es nicht besser. Jahrelang haben wir für ein eigenes niederländisches Gesetz für internationales verantwortungsvolles Unternehmertum (IMVO) lobbyiert. Es kam nie. Die Niederlande wollten "keinen anderen Kurs fahren als andere EU-Länder" und setzten nur auf die europäische Richtlinie. Als Brüssel sie abschwächte, legte die Regierung das eigene Umsetzungsgesetz auf Eis. Und sie unterstützte sogar die Streichung des Klimaplans. Europäischer Durchschnitt also. Und dieser Durchschnitt wurde immer niedriger.
Wir haben nicht gewartet. Wir haben unseren eigenen Due-Diligence-Bericht veröffentlicht. Denn wenn ein kleines Unternehmen das kann, können es die Großen auch. Und wir haben geschrieben, warum es nicht reicht, nur Risiken zu melden: Ohne harte Ziele und Kontrolle sucht sich jedes Unternehmen die einfachsten Risiken aus.
Weiterlesen: Corporate social due diligence legislation: we need to brew stronger standards! (April 2023)
Quellen: Richtlinie (EU) 2026/470 (Omnibus I); RVO, MVO-Gesetze und -Regeln; Brief von Minister Veldkamp an das Parlament, 24. März 2025; Stibbe zur Entscheidung der Regierung, 2023.
ENTWALDUNG

Seit 2017 sammeln wir Daten auf unseren Farmen in Äthiopien. Jede Ernte, jeder Bauer, jeder Kaffeebaum mit seinem Standort. Als die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) kam, mussten wir also nicht bei null anfangen. Wir haben einfach ein Due-Diligence-System darum gebaut: Bauern registrieren, Parzellen kartieren, Lieferanten nach Geodaten fragen.
Unsere Kaffeefarmen Mizan und BAC in Äthiopien sind Rainforest-Alliance-zertifiziert und haben die EUDR-bezogenen Kontrollen bestanden. Und die EUDR selbst? Zweimal verschoben, gilt für große Unternehmen erst ab dem 30. Dezember 2026. Wir haben einfach weitergemacht.
Weiterlesen: Digitalization: using data to pay farmers and protect forests! (März 2025)
Quellen: Rainforest-Alliance-Zertifikatsinhaber RA_00057602111 (Lizenz RALI21-005760), Fairchain Coffee Agro Processing PLC; Baker McKenzie zur Verschiebung der EUDR, Dezember 2025.
GREEN CLAIMS

Um es klar zu sagen: Wir haben nichts gegen offizielle Siegel. Fairtrade, Rainforest Alliance und Bio haben den Kaffeeanbau wirklich verbessert. Und sie haben Millionen Konsumenten wachgerüttelt. Applaus.
Aber es reicht nicht. Fast die Hälfte des zertifizierten Kaffees wird nicht einmal als zertifiziert verkauft (IISD, 2026). Und ohne einen Mindestpreis, der die Produktionskosten plus ein existenzsicherndes Einkommen deckt, bleibt es ein Pflaster auf der Wunde. Plattformen wie die Global Coffee Platform und die Sustainable Coffee Challenge setzen ein existenzsicherndes Einkommen alle ganz oben auf ihre Liste. Echten Fortschritt sehen wir kaum.
Viel schlimmer ist der Wildwuchs an selbst erfundenen Siegeln. Du kennst sie: ein grünes Blatt, eine Hand mit einer Bohne, darunter "Responsible Trade Standard" oder "Sustainable Coffee Program". Ausgedacht von der Marketingabteilung, gezeichnet vom Hausdesigner, kontrolliert von fast niemandem, auf fast nichts. Und die etwas schlaueren Marken? Die lassen ein paar Bauern, ein Produkt oder ein selbst erfundenes Detail extern prüfen und kleben den Stempel danach auf alles. Monopoly-Geld, nur eben für Nachhaltigkeit.
Und wer sagt etwas dagegen? Wenige NGOs und bestehende Siegel, denn ihre Existenz hängt oft von denselben großen Playern ab. Schade, denn gerade sie könnten eine starke Rolle spielen: als Kontrolleure verpflichtender Regeln statt noch mehr selbst erfundener Siegel.
Darum freuen wir uns über EmpCo. Seit dem 27. September sind vage Aussagen wie "grün" oder "umweltfreundlich" ohne Beleg verboten. "Klimaneutral" durch gekaufte CO₂-Zertifikate ist gar nicht mehr erlaubt, genauso wenig wie selbst erfundene Siegel.
Mit dem Spaß ist jetzt Schluss. Ein Nachhaltigkeitssiegel ist nur noch erlaubt, wenn ein echtes Zertifizierungssystem dahintersteht: offen für jedes Unternehmen zu gleichen Bedingungen, Anforderungen gemeinsam mit Experten und Interessengruppen erarbeitet, Sanktionen bei Verstößen und ein Kontrolleur, der unabhängig ist vom Eigentümer des Siegels und von der Marke. Oder wenn der Staat das Siegel selbst eingeführt hat. Selbst einen Stempel zeichnen und ihn selbst auf deine Packung setzen? Gehe direkt ins Gefängnis. Gehe nicht über Los. Ziehe keine 200 Euro ein.
Und ja, diese Messlatte legen wir auch an uns selbst an. Also sagen wir es gleich: FairChain ist kein Siegel. War es auch nie. Es ist kein Stempel, den du kaufst, sondern eine Denkweise. Wert dort lassen, wo der Kaffee wächst. Bauern danach bezahlen, was das Leben kostet. CO₂ in der eigenen Lieferkette angehen, statt es woanders freizukaufen. Und es ist Open Source: Jeder darf das Modell nehmen, kopieren und verbessern. Sehr gerne sogar.
Was zählt, sind die Fakten. Radikale Transparenz also. Jede Zahlung an einen Bauern mit Zahlungsbeleg, jeder registrierte Baum mit GPS-Standort, jede CO₂-Berechnung mit Quelle und Methode: online, für alle. Auch wenn es enttäuscht. Wir bitten dich nicht, unserem Stempel zu vertrauen. Wir bitten dich, unsere Zahlen zu prüfen. Kein Sticker auf der Packung, sondern die Belege auf dem Tisch.
Aber das Gesetz hat Lücken. Unabhängige Kontrolle ist nur für Siegel und Aussagen über die Zukunft Pflicht. Die strengere Green-Claims-Richtlinie liegt seit Juni 2025 in Brüssel auf Eis (Packaging Gateway). Soziale Aussagen, etwa darüber, was Bauern verdienen, bleiben weitgehend außen vor. Das Risiko: Unternehmen schweigen, statt zu beweisen. Das nennt man Green Hushing.
Wir machen das Gegenteil. Zusammen mit Clean Claims haben wir jede Aussage auf unseren Packungen und unserer Website mit den neuen Regeln und unseren eigenen Daten abgeglichen. Auch die sozialen Aussagen. Und ehrlich gesagt: Nicht alles hat den Test bestanden. Alle Ergebnisse, mit Beleg und Quelle, sind öffentlich in der Clean-Claims-App.
Warum der ganze Aufwand, wenn es noch keine Pflicht ist? Weil Systemwandel aus drei Ecken gleichzeitig kommt. Wir nennen es das goldene Dreieck:
- Bewusste Konsumenten, die Produkte fordern, die die Welt besser machen.
- Storyproving-Unternehmen, die zeigen, dass es geht, und die Orthodoxie der Fakes herausfordern.
- Gesetze, die die Trägheit durchbrechen und den Rest folgen lassen.
Keine der drei schafft es allein. Zusammen kippen sie das aktuelle System.

Quellen: Richtlinie (EU) 2024/825 (EmpCo); IISD, Global Market Report: Coffee and sustainability (2026); Packaging Gateway zur Green-Claims-Richtlinie, Juni 2025.
POSITIVE GESETZE

Wir sind also voll und ganz für Gesetze. Laut und deutlich. Strenger und weniger freiwillig. Während wir an einem neuen Modell für Kaffee bauten, kam die EU mit Gesetzen, die sich gegenseitig verstärken: CSRD, CSDDD, EUDR und jetzt EmpCo. Endlich erkennt jemand an, dass die Spielregeln im Kaffee neu geschrieben werden müssen.
Aber dann bitte richtig. Zwei Dinge.
Für alle. Viele Regeln, wie die Lieferkettenrichtlinie, gelten nur für die größten Unternehmen. Aber auch im Mittelstand passiert eine Menge. Groß oder klein: gleiches Spiel, gleiche Regeln.
Positiv. Ein Gesetz, das nur verbietet, lädt zum Weglaufen ein. Nimm die EUDR: Einkäufer könnten Kleinbauern in Risikogebieten meiden, statt gemeinsam mit ihnen den Wald zu schützen. Dann verschiebt sich das Problem, aber es wird nicht gelöst. Wir machen es umgekehrt: Wir gehen genau dorthin, wo die Probleme am größten sind.
Ein positives Gesetz verpflichtet alle, Probleme zu lösen. Wert im Ursprungsland lassen. Bauern ein existenzsicherndes Einkommen zahlen. CO₂ in der eigenen Lieferkette senken. Dann braucht es keine Hilfe mehr, um den Schaden hinterher zu reparieren. Dann ist es einfach Handel, der Probleme löst. Trade, not aid.
Währenddessen stampfen graue Konzern-Dinosaurier mit den Füßen, sobald das Wort Gesetz fällt. Angst vor Veränderung, Angst vor echter Verantwortung. Na gut. Wir spielen auf einem anderen Brett. Unser Moyee-poly: ein Brett, auf dem du mit der besten Balance zwischen persönlichem Wohlstand und Gemeinwohl gewinnst.
Quellen: CSRD, Richtlinie (EU) 2022/2464; CSDDD, Richtlinie (EU) 2024/1760; EUDR, Verordnung (EU) 2023/1115; EmpCo, Richtlinie (EU) 2024/825.
KLIMA

Das Verbot von Klimaaussagen auf Basis von Kompensation? Betrifft uns nicht. Wir haben nie CO₂-Zertifikate gekauft. Kompensation sehen wir schon seit Jahren als eine Form von Greenwashing: Du kaufst dich frei und änderst nichts. Wir arbeiten mit Insetting: CO₂ binden in unserer eigenen Lieferkette in Äthiopien und Kenia, zusammen mit den Bauern, die unseren Kaffee liefern.
Die Berechnung hinter "Climate positive" steht mit Methode und Quelle in der App. Was noch fehlt, ist eine unabhängige Verifizierung. Die wollen wir abgeschlossen haben, bevor im Februar 2027 unsere neuen Packungen kommen. Bis dahin bleibt die Aussage auf den aktuellen Packungen, denn Verpackungen wegwerfen ist auch nicht gerade nachhaltig. Klappt die Verifizierung nicht rechtzeitig? Dann kommt die Aussage nicht auf die neue Packung.
Oder wie Purity, unsere Storyproverin in Nairobi, zu mir sagte: "Guido, wir lassen die Aussage nicht fallen, wir legen sogar noch eine Schippe drauf. Die Berechnung haben wir. Jetzt holen wir uns auch noch den externen Stempel."
Weiterlesen: The difference between carbon offsetting vs insetting (Dezember 2021)
NIEMAND IST 100 %

Auf unseren Packungen stand "100% transparent & fair". Das kommt weg. Niemand ist 100 % fair oder 100 % nachhaltig. Wer das behauptet, hat einiges zu erklären. Wir also auch.
Ehrlich gesagt sagen wir das schon seit dem ersten Tag. Wir nennen uns nicht die Fairsten, sondern "the world's least unfair coffee company". Wir zahlen mindestens den Living Income Reference Price (LIRP). Das ist Unterstützung, keine Garantie: Nicht jeder Bauer hat damit schon ein existenzsicherndes Einkommen. Das messen wir separat.
Die Idee hinter unserem Modell ist einfach. Kaffeetrinker und Kaffeebauern sind keine Gegenspieler, sondern Teamkollegen. Besitz heißt Verantwortung übernehmen: nicht nur für dich selbst, sondern für das Kollektiv.
STORYPROVING
Wir nutzen das neue Gesetz auch als Startschuss für unser neues Impact-Dashboard und einen Live-Feed. Dort siehst du, was wir tun, wie wir es messen und was dabei herauskommt. Jede Zahlung an Bauern steht dort mit Zahlungsbeleg neben dem Living Income Reference Price. Was gut läuft und was nicht. So kann uns jeder öffentlich beurteilen.
So haben wir es immer gemacht: try, fail, try harder. Und Moyee hat noch nie verlangt, dass man uns einfach glaubt. Wir haben immer gesagt: Schau selbst, und wenn du etwas siehst, das nicht stimmt, sag es uns.
Was wir auch gesagt haben? "Moyee ist 50 % fantastischer Kaffee, 50 % Experiment und 100 % the future of coffee." Und du bist ein Teil davon, du Held!
DIE LATTE HÖHER LEGEN

Also ja, das Gesetz ist zu wenig und zu spät. Und es dürfte noch fünfmal strenger sein. Aber es ist ein Anfang, und es legt die Untergrenze fest. Wir wollen die Latte höher legen. Wir sind vielleicht klein, aber wir trauen uns, unsere Bücher offenzulegen. Auch wenn es wehtut.
Drei Dinge, die du tun kannst:
- Prüfe unsere Aussagen. Scanne den QR-Code auf der Packung oder schau aufs Impact-Dashboard. Stimmt etwas nicht? Sag es uns.
- Stell jeder anderen Marke dieselbe Frage. Wo ist der Beweis?
- Unterstütze strengere Regeln. Lass deine Stimme in Den Haag und in Brüssel hören.
Und Unternehmen, die wie wir beweisen wollen, dass es geht: Macht mit bei unserer Learning-by-doing-Übung. Teilt eure Daten, bündelt eure Kräfte, helft, die Latte höher zu legen. Und habt vor allem Spaß dabei. Geht nicht über Los, sondern spielt einfach direkt mit.
Every sip counts,
Guido
HÄUFIGE FRAGEN
Was ist EmpCo?
EmpCo ist die europäische Richtlinie (EU) 2024/825 gegen Greenwashing. Seit dem 27. September 2026 sind allgemeine Umweltaussagen ohne Beleg verboten, ebenso Klimaaussagen, die auf CO₂-Kompensation beruhen, und Nachhaltigkeitssiegel ohne echtes Zertifizierungssystem.
Darf ein Unternehmen noch ein eigenes Nachhaltigkeitssiegel verwenden?
Nur wenn ein Zertifizierungssystem dahintersteht: offen für jedes Unternehmen, Anforderungen mit Experten und Interessengruppen erarbeitet, Sanktionen bei Verstößen und unabhängige Kontrolle. Oder wenn der Staat das Siegel selbst eingeführt hat.
Ist FairChain ein Siegel?
Nein. FairChain ist eine Open-Source-Arbeitsweise: Wert im Ursprungsland lassen, Bauern mindestens den Living Income Reference Price zahlen und CO₂ in der eigenen Lieferkette angehen. Was zählt, sind die öffentlichen Zahlen.
Warum ist Moyee für strengere Gesetze?
Weil Freiwilligkeit nicht funktioniert. Solange Gutes tun eine Wahl ist, gewinnt der Billigste. Ein Gesetz macht aus guten Vorsätzen eine Untergrenze für alle.
Was ist der Unterschied zwischen CO₂-Kompensation und Insetting?
Bei der Kompensation kaufst du CO₂-Zertifikate von Projekten außerhalb deiner eigenen Lieferkette. Beim Insetting bindest du CO₂ in deiner eigenen Lieferkette, bei den Bauern, von denen du kaufst. Moyee hat nie CO₂-Zertifikate gekauft.
Für wen gilt die europäische Lieferkettenrichtlinie (CSDDD)?
Nach der Omnibus-Änderung von 2026 nur für Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz, ab dem 26. Juli 2029.
ALLE QUELLEN
- Richtlijn (EU) 2024/825 (EmpCo), Europäische Union, 2024
- Richtlijn (EU) 2024/1760 (CSDDD), Europäische Union, 2024
- Richtlijn (EU) 2026/470 (Omnibus I), über HSF Kramer, 2026
- Verordening (EU) 2023/1115 (EUDR), Europäische Union, 2023
- Richtlijn (EU) 2022/2464 (CSRD), Europäische Union, 2022
- Green claims, Europäische Kommission
- Coffee Barometer 2023, Conservation International, Solidaridad & Ethos Agriculture, 2023
- Global Market Report: Coffee and sustainability, IISD, 2026
- 60% van de Nederlanders twijfelt aan betrouwbaarheid van duurzaamheidsclaims, DPG Media & Panel Inzicht, 2024
- 71% Nederlanders denkt dat bedrijven aan greenwashing doen, Return on Content, MSI & &Gagement, 2023
- Fairtrade Risk Map: coffee, Fairtrade
- Brief an das Parlament zu Omnibus und CSDDD, Minister Veldkamp, 24. März 2025
- MVO-wetten en -regels, RVO
- EUDR: provisional agreement on one-year postponement, Baker McKenzie, Dezember 2025
- EU green claims law shelved, Packaging Gateway, Juni 2025
- Moyee Impact Report 2023 und 2025; Moyee Due Diligence Report 2022; Rainforest-Alliance-Zertifikatsinhaber RA_00057602111 (Lizenz RALI21-005760), Fairchain Coffee Agro Processing PLC
COFFEE: MICROLOT
AT 3:00, STANDARD
Layered, dark chocolate and dried fruit, with a long finish.
SHORTER BREW (2:30)
Sharp, the sweetness hasn’t come through yet.
LONGER BREW (3:30)
Heavier, loses its definition.
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